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Reels für Immobilienmakler: Welches Videoformat lohnt sich?

Niklas KietaiblmitRafael KietaiblWebinar · Video & Reels

Objektvideo, Smartphone-Rundgang oder Experten-Content: Rafael und Niklas Kietaibl zeigen, welche Videoformate für Immobilienmakler funktionieren – und mit welchem du am besten startest. Inklusive Equipment-Tipps und den wichtigsten Regeln für Reels.

Webinar-Aufzeichnung: Reels und Videos für Immobilienmakler: Welches Format lohnt sich? Webinar ansehen · 70 Min.
Kurz gesagt
  • Starte mit einfachen, wiederholbaren Formaten: Objektslideshow oder Smartphone-Rundgang statt aufwendigem Experten-Content.
  • Videos erreichen auch Nicht-Follower, Bildpostings binden deine Follower – beides spielt zusammen.
  • 3.000 bis 5.000 relevante Aufrufe sind mehr wert als ein virales Video mit Millionen irrelevanten Views.
  • Hochformat, starke erste 2–3 Sekunden und guter Ton: die drei Grundregeln für Immobilienvideos.
  • Für den Start reichen ein gutes Smartphone, ein Ansteckmikro und optional ein Gimbal – kein Studio nötig.
Aus dem Webinar: Reels und Videos für Immobilienmakler: Welches Format lohnt sich?Aufzeichnung ansehen · 70 Min.→

Welches Videoformat lohnt sich für Immobilienmakler?

Für Immobilienmakler lohnt sich am Anfang das einfachste Videoformat, das du regelmäßig durchziehen kannst: die Objektslideshow oder der Smartphone-Rundgang. Aufwendige Branding- und Expertenvideos sind erst der nächste Schritt, wenn die Basis steht.

Rafael Kietaibl nennt das die „Aufwandsleiter“: Vier Stufen, von der Objektslideshow über den Smartphone-Rundgang und den Rundgang mit Gesicht bis zum Branding- und Experten-Content. Entscheidend ist, dass der Prozess einfach und wiederholbar ist – nur so bekommst du Regelmäßigkeit in deinen Alltag. Wer direkt mit aufwendigen Formaten startet, macht nach zwei, drei Videos wieder Schluss, weil es zu viel Aufwand ist.

Wichtig ist außerdem das Zusammenspiel von Bild und Video: Bildpostings erreichen vor allem deine Follower, Reels auch Leute, die dir nicht folgen. Videos schaffen Reichweite, die Feed-Postings holen die neuen Besucher ab und machen aus ihnen Follower. Es geht also nicht um „Video oder Bild“, sondern darum, beides effizient und regelmäßig auszuspielen. Im Webinar vom 2. Oktober 2026 haben Rafael und Niklas Kietaibl die Formate anhand von echten Beispielen durchgespielt und gezeigt, wie sich Accounts Schritt für Schritt entwickeln.

Objektslideshow: Das einfachste Videoformat für Makler

Die Objektslideshow ist die einfachste Art, ein Immobilienvideo zu erstellen: Aus deinen Objektfotos wird automatisch ein Video – ohne Dreh und ohne Schnitt. Die Fotos kommen direkt aus dem CRM, damit schaffst du ein hohes Volumen an Videos mit minimalem Aufwand.

Die Slideshow zeigt die wichtigsten Informationen zum Objekt und endet mit einer Seite deiner Marke. Du kannst sie über Immoautomation auslösen oder mit einfachen Schnittprogrammen selbst bauen. Gerade wenn du viele Objekte hast, ist die Slideshow ein Weg, um regelmäßig Content zu liefern, ohne dass jeder einzelne Beitrag viel Zeit kostet. Klar ist aber: Eine Slideshow ist nicht dasselbe wie ein selbst gedrehtes Video. Sie ist die Stufe 1 – besser als nichts, aber mit einer anderen Qualität als ein echter Rundgang. Wer noch gar keine Videos macht, sollte lieber eine Slideshow posten als gar nichts: Der größte Fehler wäre, nichts zu machen.

„Das erste Video wird nicht perfekt sein, da bin ich zu 100 Prozent sicher – aber die Regelmäßigkeit entwickelt sich Stück für Stück.“

Rafael Kietaibl

Smartphone-Rundgang: So filmst du eine Immobilie ohne Team

Beim Smartphone-Rundgang gehst du einfach mit dem Handy durch die Immobilie, zeigst die Räume und legst Musik drunter – mehr braucht es nicht. Das Video wirkt wie eine digitale Vorbesichtigung und ist die erste Stufe, um auf Social Media zu professionalisieren.

Du gehst langsam, drehst das Licht auf und filmst im Hochformat. Du musst nicht sprechen und nicht vor der Kamera stehen – das macht den Einstieg leicht. Rafael rät: Versuch es nicht zu komplex zu machen. Das erste Video wird nicht perfekt sein, aber die Regelmäßigkeit entwickelt sich Stück für Stück. Und: Erwarte nicht, dass jedes Video viral geht. Videos mit 3.000 bis 5.000 Aufrufen in deiner Zielgruppe sind mehr wert als ein virales Video mit Millionen irrelevanten Views – gerade weil du lokal unterwegs bist. Ein sehr einfaches Video dieser Art hat bei einem aktiven Account rund 10.000 Menschen erreicht – es muss also kein hochglanzproduziertes Video sein.

Auch mit wenigen Objekten kommst du auf Frequenz: Aus einer Immobilie lassen sich ein Coming-Soon-Posting, ein Neubestand-Posting, ein Verkaufsposting und ein Highlight-Video machen – etwa wenn der Garten besonders schön ist oder die Lage direkt an der U-Bahn. So hältst du die Relevanz auf Social Media hoch, auch wenn du nur wenige Immobilien hast.

Rundgang mit Gesicht: Mehr Vertrauen und Reichweite

Beim Rundgang mit Gesicht stellst du dich selbst vor die Kamera, sprichst über die Immobilie und entwickelst dein eigenes Format. Der Mehraufwand kommt in Form von Vertrauen und Reichweite zurück: Videos mit Personen erzielen fast immer mehr Reichweite.

Für guten Ton brauchst du dann ein Ansteckmikro. Es gibt aber auch Mischformen: Du gehst durch die Immobilie, sprichst dazu und machst Untertitel – ohne dein Gesicht zu zeigen. Viele Tools erstellen Untertitel automatisch, und viele Zuschauer schauen Videos ohnehin ohne Ton, etwa im Bus. Im Webinar zeigte eine Maklerin, wie das aussieht: Sie ging mit dem Smartphone durch die Immobilie, sprach mit einem Ansteckmikro und machte im zweiten Teil Untertitel – ein Format, das sich Stück für Stück entwickelt. Der Rundgang mit Gesicht muss nicht der erste Schritt sein, aber er ist der nächste Schritt, um Vertrauen aufzubauen – gerade bei einem Verkauf über mehrere hunderttausend Euro will man wissen, mit wem man es zu tun hat.

Branding- und Experten-Content: Der nächste Schritt

Branding- und Expertenvideos sind die vierte Stufe: Du brauchst ein Skript, musst vor der Kamera vortragen und aufwendiger schneiden. Sie sind der logische nächste Schritt, wenn du schon regelmäßig Objektvideos machst – nicht der Einstieg.

Dafür gibt es viele Formate: Experten-Content zu Themen wie „Was passiert, wenn man eine Immobilie erbt“, Recruiting-Videos, um Mitarbeiter zu finden, Team-Videos oder Teamausflüge, coole Lokale aus der Umgebung, Bewertungsvideos mit Kunden nach erfolgreichem Abschluss oder Schlüsselübergaben. Es gibt unzählige Themen rund um den Immobilienprozess – Dokumente, rechtliche Fragen, Erbschaft – aus denen du Content machen kannst. In der Immobilienbranche ist Vertrauen extrem wichtig – und genau das bauen diese Videos auf. Sie zeigen, mit wem man es zu tun hat und was hinter dem Büro passiert. Diese Videos solltest du dann aber auch entsprechend professionell machen – nicht mehr nebenbei.

„Videos mit 3.000, 5.000 Aufrufen sind viel mehr wert, als wenn ein oder zwei Videos komplett viral gehen.“

Niklas Kietaibl

Die 3 wichtigsten Regeln für Immobilienvideos

Jedes Immobilienvideo braucht drei Dinge: Hochformat, eine starke erste Szene und guten Ton. Wer diese Regeln beachtet, braucht weder Studio noch teures Equipment.

Erstens: immer im Hochformat filmen – so werden Videos und Bilder auf Instagram und Facebook dargestellt. Zweitens: Die ersten zwei bis drei Sekunden entscheiden. Kein Logo am Anfang, sondern sofort zeigen, um welche Immobilie es geht, wo sie liegt, was sie kostet und wie viele Quadratmeter sie hat. Drittens: guter Ton – verständlich sprechen oder passende Musik, und wenn möglich Untertitel, weil viele Videos stumm schauen, etwa im Bus oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese drei Punkte kosten dich kein Geld, machen aber den Unterschied zwischen einem Video, das man weiterscrollt, und einem, das man anschaut. Du brauchst kein Studio und musst keine 800 Euro investieren – die drei Regeln sind der wichtigste Teil.

Welches Equipment brauchst du für Immobilienvideos?

Für den Start reicht ein gutes Smartphone – ein aktuelles iPhone oder vergleichbares Gerät hat eine Kamera, die für Social Media völlig ausreicht. Dazu kommen ein Ansteckmikro für guten Ton und optional ein Gimbal für stabile Aufnahmen.

Ein Ansteckmikro kostet rund 70 Euro – Modelle von DJI oder Rode sind empfehlenswert. Ein Gimbal ist im Prinzip ein Stativ in der Hand: Er gleicht deine Bewegungen aus, damit das Video stabil läuft. Je nach Modell kostet er zwischen 50 und 200 Euro. Damit bist du für deine ersten Videos gut ausgerüstet – ein Investment von rund 150 bis 200 Euro, statt mehrere hundert Euro pro Video für einen Videografen. Die perfekte Immobilie kannst du später immer noch extra mit einem Profi filmen, inklusive Drohnenaufnahme. Wenn ein Mitarbeiter oder Partner ein gutes Smartphone hat, kann er die Aufnahmen für dich machen.

Die besten Tools zum Schneiden: CapCut, Opus Clip & Canva

Zum Schneiden von Immobilienvideos empfehlen sich CapCut und Opus Clip – beide funktionieren mit wenig Vorwissen und direkt am Smartphone. Canva ist ein super Tool für Grafiken, aber zum Videoschneiden greifst du besser zu CapCut.

CapCut stammt von TikTok, ist kostenlos (mit Premium-Version), läuft am Smartphone und am Desktop und macht professionelles Schneiden mit wenig Wissen möglich. Opus Clip ist ein KI-Schnittprogramm: Du gibst ein fertiges Video rein, es schneidet die besten Sequenzen heraus, setzt animierte Untertitel und du kannst direkt auf die Plattformen posten. Wer viel Wert auf Design legt, nutzt Canva weiter für Grafiken und schnelle Gestaltung – für den Schnitt von Handyaufnahmen ist CapCut aber die bessere Wahl. Bei der Musik gilt: lizenzfreie Musik verwenden, mit lizenzierter Musik darfst du nicht werben. Organische Posts sind damit grundsätzlich unproblematisch – bei Hype-Songs für Hype-Content gibt es im Normalfall auch keine Probleme, aber Vorsicht ist geboten.

„Der größte Fehler wäre, wenn wir gar nichts machen.“

Rafael Kietaibl

Häufige Fragen

Welches Videoformat eignet sich für Immobilienmakler am besten?

Starte mit der Objektslideshow oder dem Smartphone-Rundgang – beide sind einfach und wiederholbar. Der Rundgang mit Gesicht und Branding- oder Experten-Content sind die nächsten Stufen, wenn du schon regelmäßig Objektvideos machst.

Wie erstelle ich einen Smartphone-Rundgang?

Geh mit dem Smartphone langsam durch die Immobilie, dreh das Licht auf und film im Hochformat. Du musst nicht sprechen – Musik drunter reicht. Optional kannst du mit einem Ansteckmikro dazu sprechen und Untertitel ergänzen.

Brauche ich teures Equipment für Immobilienvideos?

Nein. Ein gutes Smartphone reicht als Basis, dazu ein Ansteckmikro für rund 70 Euro und optional ein Gimbal zwischen 50 und 200 Euro. Ein Studio oder ein Videograf ist für den regelmäßigen Content nicht nötig.

Sind 3D-Rundgänge genauso gut wie Videos?

3D-Rundgänge sind wie die Stufe 1 anzusiedeln – besser als nichts, aber nicht dasselbe. Der live gefilmte Rundgang wirkt authentisch, wie eine echte Besichtigung, und funktioniert auf Social Media besser.

Welche Musik darf ich in Immobilienvideos verwenden?

Am besten lizenzfreie Musik. Mit lizenzierter Musik darfst du nicht werben, organische Posts sind damit grundsätzlich unproblematisch. Bei Hype-Songs für Hype-Content gibt es im Normalfall keine Probleme, aber Vorsicht ist geboten.