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Website für Immobilienmakler: So bringt deine Objektseite mehr Anfragen

Niklas KietaiblmitRafael KietaiblWebinar · Website & Landingpages

Deine Anzeige kann noch so gut sein: Wenn die Objektseite danach nicht passt, fragt niemand an. Rafael und Niklas Kietaibl zeigen, woran typische Makler-Websites scheitern und wie eine Objektseite aussieht, die für den Klick vom Handy gebaut ist.

Webinar-Aufzeichnung: Landingpages für Makler: Was nach dem Klick passiert Webinar ansehen · 45 Min.
Kurz gesagt
  • Reichweite ist nur die halbe Strecke. Entschieden wird auf der Objektseite, ob jemand anfragt.
  • Die meisten Besucher kommen mit dem Handy. Prüf deine Seite deshalb zuerst mobil.
  • Eine Seite, ein Objekt, ein Ziel: Alles auf der Seite führt zur Exposé-Anfrage.
  • Foto, Ort, Preis und Eckdaten gehören auf den ersten Screen, die Anfrage direkt darunter.
  • Wenige Pflichtfelder bringen mehr Anfragen. Qualifizieren kannst du danach am Telefon.
  • Ohne Tracking weißt du nicht, ob das Problem fehlender Traffic oder eine schwache Seite ist.
Aus dem Webinar: Landingpages für Makler: Was nach dem Klick passiertAufzeichnung ansehen · 45 Min.→

Warum entscheidet die Objektseite über deine Anfragen?

Weil dort der Moment passiert, in dem aus Interesse eine Anfrage wird. Der Weg sieht fast immer gleich aus: Jemand sieht ein Objekt in einem Post oder einer Anzeige, klickt, landet auf deiner Website und entscheidet dort in wenigen Sekunden, ob er das Exposé anfragt oder wieder weg ist.

Rafael Kietaibl nennt das die Kette nach dem Klick. Reichweite ist nur die halbe Strecke. Deine Anzeige kann so gut sein, wie sie will: Wenn die Objektseite die Person nicht abholt, trägt sie sich nicht ein. Und die Absprungraten sind hoch, weil die Leute wenig Zeit haben und überall sonst einfache Abläufe gewohnt sind.

Häufig führt der Link einfach auf die Startseite, obwohl es in der Anzeige um ein bestimmtes Objekt oder eine Bewertung geht. Dann muss der Besucher selbst suchen, und genau dort springt er ab.

Die Regel aus dem Webinar: Schick die Person auf direktem Weg dorthin, wo sie hin soll. Allgemeine Werbung darf auf die Startseite führen. Geht es um ein Objekt, gehört der Link auf eine eigene Seite für genau dieses Objekt. So wenige Klicks wie möglich, ein klarer Fokus auf die eine Aktion.

Du musst dafür nicht deine ganze Website umbauen. Für Anzeigen auf Facebook und Instagram reicht oft eine eigene Landingpage pro Objekt oder Kampagne, die fürs Handy gebaut ist.

Die 5 Stellen, an denen Interessenten abspringen

In vielen Makler-Websites, die wir uns angesehen haben, tauchen dieselben Muster auf:

  1. Fotos erst nach einem Klick: Das Erste, was Interessenten tun wollen, ist alle Bilder ansehen. Sind die Fotos versteckt oder mobil schwer zu wischen, ist die Seite schon verloren.
  2. Interne Angaben ganz oben: Objekt-IDs und interne Kennungen interessieren den Besucher im ersten Moment nicht.
  3. Preis ohne Fläche und Zimmer: Wo ist es, was kostet es, wie groß ist es? Fehlt eine dieser Antworten, bleibt eine Frage offen.
  4. Formular ganz unten: Wer fünf- oder sechsmal scrollen muss, bis er anfragen kann, ist meistens vorher weg.
  5. Zu viele Pflichtfelder: Wir haben Formulare mit neun oder zehn Pflichtfeldern gesehen. Für jemanden, der dich nicht kennt, ist das viel zu viel.

Warum deine Website zuerst am Handy funktionieren muss

Ein Großteil deiner Besucher ist mobil unterwegs, Rafael schätzt 80 bis 85 Prozent. Wer über Instagram oder Facebook kommt, ist fast immer am Handy. Das gilt auch für Besucher, die dich über Google finden.

Der wichtigste Bereich ist deshalb der erste Screen: das, was man am Handy sieht, ohne zu scrollen. Dort muss die Person in Sekunden verstehen, worum es geht und ob die Immobilie für sie passt.

„Wenn ihr heute nichts mitnehmt außer: Landingpages sind wichtig und Mobiloptimierung ist wichtig, dann haben wir schon sehr viel getan.“

Rafael Kietaibl

So ist eine gute Objektseite aufgebaut

Das Prinzip: eine Seite, ein Objekt, ein Ziel. Alles auf der Seite führt darauf hin, dass das Exposé angefragt wird. Von oben nach unten:

  1. Ein starkes Foto: am besten die Außenansicht, damit man sofort weiß, wie das Haus aussieht. Weitere Fotos zum Wischen, so wie man es von Instagram kennt.
  2. Was und wo: Haustyp, Ort und eine kurze, klare Überschrift.
  3. Der Preis und die Eckdaten: Wohnfläche, Grundstück, Zimmer und Besonderheiten wie Pool oder Garten. Damit hat der Besucher den Großteil der Informationen, die er sucht.
  4. Die Anfrage auf dem zweiten Screen: Einmal scrollen, und man kann das Exposé anfragen, ohne lange zu suchen.
  5. Ein Ansprechpartner mit Foto: Wer anrufen will, soll das mit einem Tippen können.

Der Rest, also Lage, Beschreibungstext und weitere Details, darf weiter unten folgen. Die Seite muss nicht genau so aussehen. Entscheidend ist, dass du in diese Richtung arbeitest.

Wie viele Felder darf ein Anfrageformular haben?

So wenige wie möglich. Am Handy füllt niemand gern sieben Pflichtfelder aus. Ein paar einfache Hebel:

  • Die Anrede weglassen.
  • Vor- und Nachname in ein Feld.
  • Adresse nur, wenn du sie wirklich brauchst, und dann in einem Feld.
  • Auswahlfelder statt Freitext, wo es geht.

So wird aus sieben Feldern schnell vier. Inhaltlich ist es dasselbe, für den Nutzer fühlt es sich aber deutlich weniger an.

Die Sorge dahinter ist meistens die Lead-Qualität. Unsere Sicht: Lieber zuerst mehr Anfragen bekommen und dann nachqualifizieren. Ruf an, frag kurz nach und schick das Exposé danach. Ohne Anfragen kannst du nichts analysieren und keine Hebel verändern.

„Es ist wesentlich besser, im ersten Schritt viele schlechte Leads zu haben als gar keine.“

Niklas Kietaibl

Warum ein Gesicht auf die Website gehört

Eine Immobilie zu kaufen oder zu verkaufen ist eine persönliche Sache. Trotzdem gibt es viele Makler-Websites ohne echte Teamseite, auf denen man nicht erkennt, wer dahintersteht. Das wirkt kalt.

Zeig deshalb, mit wem man es zu tun hat: ein Foto des Ansprechpartners direkt auf der Objektseite, dazu ein Klick für Rückruf oder Exposé und die Telefonnummer, die sich am Handy direkt antippen lässt.

Ohne Tracking optimierst du blind

Viele Makler wissen nicht, wie viele Menschen heute, gestern oder diese Woche auf ihrer Website waren. Ohne diese Zahl lässt sich nicht beurteilen, was das eigentliche Problem ist.

Niklas' Beispiel: Kommen drei bis fünf Besucher am Tag, ist die Objektseite nicht dein erster Hebel. Dann brauchst du zuerst mehr Besucher. Kommen 20 oder 30 am Tag, lohnt es sich, die Seite zu verbessern, damit mehr davon das Exposé anfragen.

Dafür brauchst du zwei Dinge:

  • Für dich: ein Analyse-Tool wie Google Analytics, das zeigt, wie viele kommen, woher sie kommen und wie viele anfragen. Egal ob über Google, Social Media oder ein Schild an der Straße.
  • Für deine Werbung: den Meta Pixel, damit Facebook und Instagram erkennen, wer sich nach einem Klick eingetragen hat. Mehr dazu in unserem Artikel zum Meta Pixel.

Beides darf erst nach Zustimmung im Cookie-Banner laden.

Die Objektseite in 8 Punkten

  1. Fürs Handy gebaut
  2. Ein Ziel, eine Aktion: die Exposé-Anfrage
  3. Ein starkes Foto auf dem ersten Screen
  4. Preis und Eckdaten sofort sichtbar
  5. Die Anfrage direkt beim ersten Scrollen
  6. Wenige Felder
  7. Ein Gesicht und ein direkter Kontakt
  8. Messbar mit Tracking

Was du diese Woche tun kannst: Öffne eine deiner Objektseiten am Handy und klick dich durch, als würdest du die Seite zum ersten Mal sehen. Streich jedes Pflichtfeld, das du nicht wirklich brauchst. Lass jemanden testen, der deine Website nicht kennt. Und prüf, ob du überhaupt siehst, wie viele Besucher und Anfragen du hast.

Häufige Fragen

Was muss auf eine Objektseite für Immobilien?

Ein starkes Foto, am besten die Außenansicht, dazu Haustyp, Ort, Preis und die wichtigsten Eckdaten wie Wohnfläche und Zimmer. Die Anfrage folgt direkt darunter, außerdem ein Ansprechpartner mit Foto.

Wie viele Felder sollte ein Anfrageformular für Makler haben?

So wenige wie möglich, meist reichen Name, E-Mail oder Telefon. Anrede, getrennte Namensfelder und Adresse kannst du oft weglassen und später am Telefon klären.

Muss ich meine ganze Makler-Website umbauen?

Nein. Für Anzeigen reicht oft eine eigene, mobil optimierte Landingpage pro Objekt oder Kampagne. Die bestehende Website kann bleiben, wie sie ist.

Warum bekomme ich über meine Website kaum Anfragen?

Prüf zuerst mit Tracking, wie viele Besucher du hast. Bei wenigen Besuchern brauchst du zuerst mehr Reichweite. Bei vielen Besuchern und wenigen Anfragen liegt es meist an der Seite: versteckte Fotos, Formular zu weit unten oder zu viele Pflichtfelder.